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Mo, Alkoholikerin und Angehörige

Guten Morgen, danke, B., für deinen (gar nicht wirren!) Beitrag. Das sind Gedanken und Gefühle, sehr ähnlich denen, dich mich zurzeit umtreiben.

Meine Oma mütterlicherseits und meine Großtante (beide um die Jahrhunderwende geboren) waren beide ordentliche Schluckspechte. Wenn zu runden Geburtstagen der Bürgermeister zum Gratulieren kam, ist schon mal eine leere Mariacron-Flasche unterm Sofa vorgekullert. Damals fanden wir das alle lustig, eine Anekdote, die jahrzehntelang gerne erzählt wurde.

...weiterlesen "Mo (2022)"

Kathi, Angehörige von 2 Alkoholabhängigen, 31 Jahre

Angefangen hat es in meiner Jungend, dass ich mit Alkohol in Berührung gekommen bin. Meine Mama hatte damals 2 Beziehungen zu 2 Alkoholikern. Eigentlich hätte ich mit diesem Wissen, was dort passiert ist, mein Leben verändern können. Tat es aber nicht.

Wir wohnten damals in dem Ort, wo ich bis zum 10. Lebensjahr gewohnt hatte. Meine Oma, die dort noch immer wohnt hat mir immer geholfenZ auch in der zeit wo es richtig hart wurde.

...weiterlesen "Kathi (2021)"

Mo, Alkoholikerin (seit sechs Jahren dankbar trocken) und Angehörige

Hallo ihr Lieben alle, ich war ein paar Tage nicht online und habe eure lieben Mails daher erst jetzt gelesen. Danke euch, dass ihr an mich gedacht habt.

Am Wochenende, als mein DOS war, habe ich an euch gedacht und dachte mir bereits, dass ich bestimmt Nachrichten von euch habe. So erinnerte ich mich auch wieder an den 1. August und die Zeit davor und danach im Jahr 2014, wie alles kam, wie es verlief und wie ich trocken und nüchtern wurde.

...weiterlesen "Mo (2020)"

Guten Morgen,

Ich bin tatsächlich oft froh, wenn jemand antwortet auf einen Beitrag von mir. Hier sind ja nicht so viele Angehörige die schreiben, da sind diese Beiträge umso wertvoller für mich. Ratschläge empfinde ich nicht als Schläge, ich kann ja selbst entscheiden, was ich mir davon annehme oder eben nicht.

...weiterlesen "Sabina (2019)"

Hallo von Karin!

Danke für die lieben Glückwünsche, die mich gleich zu Tagesbeginn erreicht haben. Ha, heute gehe ich in das 10. trockene Jahr, es ist immer ein ganz besonderer Tag für mich, wie ein 2. Geburtstag! Ich weiß noch wie heute, wie ich auf dem Stuhl saß auf dem ich gerade auch sitze und mich entschlossen habe, nicht weniger sondern keinen Alkohol mehr zu trinken.

...weiterlesen "Karin (2019)"

Ich bin Ina, Alkoholikerin

Meine Eltern waren sogenannte Flüchtlinge. Sie flohen aus der DDR, meine Mutter war mit mir schwanger.

Wir wohnten in einem Dorf, es waren die 60er Jahre. Mein Vater betrieb eine Baustoffgrosshandlung, es wurde überall gebaut. Das Geschäft lief gut. Meine Eltern ackerten, die wollten die Vergangenheit abschütteln, im Dorf als geachtete Leute gelten. Sie arbeiteten beide hart und viel. Es kamen noch 4 Geschwister, alle 3 Mädchen wurden Alkoholikerinnen. Alkohol war immer präsent. Es wurde zu allen Gelegenheiten viel und oft getrunken.

...weiterlesen "Ina (2019)"

Matthias, Alkoholiker,

Michaela die teilweise von mir subjektiv als recht emotionsgeladenen Beiträge der vergangenen Tage ließen mich nachdenklich werden. Warum bin ich in meiner Situation? Warum habe ich mich bei einem Alkoholiker-online-Forum angemeldet? Warum tue ich mich so schwer, etwas an meiner Situation zu ändern?

...weiterlesen "Matthias (2018)"

R. schrieb: "Später habe ich dann lernen können, daß mir der Alkohol nichts tut, wenn ich ihn dort lasse, wo der Pfeffer wächst."

Lieber R., also bei mir wächst der Pfeffer ziemlich in meiner Nähe. Was ich sagen will ist - es ist nun fast ein Jahr her, dass ich mich hier eingeschrieben habe. Davor hatte ich sieben trockene Monate und glaubte, der Alkohol sei, wo der Pfeffer wächst und das sei weit weg. Mindestens auf der anderen Erdhalbkugel, wenn nicht gar auf einem anderen Planeten. Ganz sicher war ich mir, dass ich es "geschafft" hätte. Der Alkohol war verbannt, ins Exil geschickt und ich wähnte mich "sicher".

...weiterlesen "Bärbel (2017)"