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Jellineks Beschreibung eines vorgezeichneten Weges

Diese Beschreibung stammt von E. M. Jellinek (1890 - 1963), ein US-amerikanischer Physiologe und Erforscher der Alkoholkrankheit.

Die voralkoholische Phase

  • gelegentliches Erleichterungstrinken
  • Erhöhung der Alkoholtoleranz
  • häufiges Erleichterungstrinken

Hier die Kurzfassung,
längere Fassung hier freundeskreis-wesel.de/jellinek/jellinek.htm,
ganz lange Fassung hier ama.lu/jellinek_BT_de.html.

Aus dieser Beschreibung entstand der bekannte Fragebogen, durch dessen Beantwortung man herausfinden kann, ob und inwieweit man alkoholkrank ist:


Sieben Stufen in die Sucht: Anfangsphase

  1. Auftreten von Gedächtnislücken
  2. heimliches Trinken
  3. dauerndes Denken an Alkohol
  4. gieriges Trinken
  5. Schuldgefühle wegen der Trinkart
  6. Vermeiden von Anspielungen auf Alkohol
  7. Häufigkeit der Gedächtnislücken nimmt zu

Der Abstieg beginnt: Die kritische Phase

  1. unwiderstehliches Verlangen nach mehr Alkohol nach dem ersten Glas (Kontrollverlust)
  2. Erklärung, warum man so trinke (Ausreden, Alibis)
  3. soziale Belastungen
  4. übergroße Selbstsicherheit
  5. auffällig aggressives Benehmen (Die anderen sind schuld)
  6. innere Zerknirschung, dauerndes Schuldgefühl
  7. Perioden völliger Abstinenz
  8. Änderung des Trinksystems
  9. Fallenlassen von Freunden (Feindseligkeit gegen die Umwelt)
  10. Verlassen oder Wechseln des Arbeitsplatzes
  11. Konzentrierung des Benehmens auf Alkohol
  12. Verlust an äußeren Interessen
  13. Neuauslegung mitmenschlicher Beziehungen
  14. auffallendes Selbstmitleid
  15. gedankliche oder tatsächliche Flucht
  16. Änderungen im Familienleben
  17. grundloser Unwillen
  18. Sichern des Alkoholvorrats
  19. Vernachlässigung angemessener Ernährung
  20. erste Krankenhauseinweisungen wegen alkoholischer Beschwerden
  21. Abnahme des Sexualtriebes
  22. alkoholische Eifersucht
  23. regelmäßiges morgendliches Trinken

Die chronische Phase

  1. Einsetzen des verlängerten Rausches
  2. bemerkenswerter ethischer Abbau
  3. Beeinträchtigung des Denkens
  4. alkoholische Psychosen
  5. Trinken mit Personen unter Niveau
  6. Zuflucht zu technischen Produkten
  7. Verlust der Alkoholtoleranz
  8. undefinierbare Ängste und Zittern
  9. werden Dauererscheinungen
  10. organische Nervenschädigungen
  11. Trinken wird zur Besessenheit
  12. unbestimmte religiöse Wünsche
  13. das Erklärsystem versagt
  14. Zusammenbrüche
  15. Alkoholdelirium
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